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Archiv 2012 - Bilder des Monats

 

Aktuelles Bild des Monats

TPG Be 6/10 1804 am 31. Dezember 2011 bei der Haltestelle Stand

Die Transports publics genevois (TPG) haben bei Stadler 32 Be 6/10 des Typs TANGO Léman mit den Nummern 1801 bis 1832 bestellt. Ende 2011 waren sechs TANGO-Tram im Bestand der TPG und wurden intensiv eingesetzt. Der TANGO Léman hat einen Niederfluranteil von 75 %. Die Drehgestelle direkt hinter den beiden Führerständen sowie das Mitteldrehgestell sind Triebdrehgestelle. Die Fahrwerke unter den kurzen Wagenkasten sind nicht angetrieben. Die Serie wird bis 2014 ausgeliefert. Es besteht eine Option für 24 weiter TANGO Léman. Gegenüber dem ursprünglichen Projekt wurden sieben satt sechs Einstiegstüren pro Seite eingebaut. Die Fahrzeuge haben einen einzigen Stromabnehmer über dem Führerstand I. Je nach Fahrtrichtung befindet er sich entweder ganz vorne oder hinten.

 

Januar A

BABHE Te 216 924 am 14. Februar 2011 in Bure

Die Armee betreibt in Bure einen Panzerwaffenplatz. Die Transporte dorthin erfolgen über eine Zweiglinie ab dem SBB-Bahnhof Courtemaîche. Um Wagen, auch wenn keine Streckenlokomotive anwesend ist, zu manövrieren wurde bei der Eröffnung 1965 ein elektrischer Traktor Te''' von SLM und MFO geliefert. Lange hatte das Fahrzeug keine Nummer und nur ein gegossenes Schild CCG. Anlässlich der Revision von 1999 erhielt es die UIC-Nummer Te 216 924-1. Der Einsatz dieses eher unbekannten Fahrzeuges erfolgt nur bei Bedarf und deshalb kann es wochenlang das kleine Depot in Bure nicht verlassen.

 

Januar B

JŽ 665-010 am 24. Juni 1976 in Titovo Užice

Am 30. Mai 1976 wurde die 476 Kilometer lange Strecke Belgrad - Bar eröffnet. Die Luftlinie zwischen den beiden Enbahnhöfen beträgt gerade 300 km. Diese Gebrigsstrecke mit 25 ‰ Steigung kulminiert auf 1032 Meter über Meer und weist 234 Brücken und 254 Tunnels auf. Die kumulierte Länge der Tunnel beträgt 114,437 Kilometer. Der längste Tunnel befindet sich zwischen Bar und Titograd und misst 6171 Meter. Die kumulierte Länge der Brücken beträgt 14,593 Kilometer. Die Mala Rijka-Brücke misst 498 Meter und hat eine Höhe von 201 Meter und ist die eindrücklichste der ganzen Strecke. Die ersten beiden Streckenabschnitte Resnik - Vreoci und Titograd (heute Podgorica) - Bar werden 1958 eröffnet. Zur Betriebseröffnung wurden von Montreal Locomotive Works (MLW) zwanzig Diesellokomotiven Typ MX-626 beschafft die bei den JŽ als 665-001 bis 665-020 numeriert sind. Es waren dies die ersten Diesellokomotiven in Jusgoslawien, die eine elektronische Regelung erhielten. Im Gegensatz zu den ebenfalls sechsachsigen GM-Lokomotiven JŽ-Baureihe 661 mit 1640 kW leistet der ALCO-Dieselmotor vom Typ 251 F, der ebenfalls sechsachsigen 665, 2022 kW. Die Höchstgeschwindigkeit von 127 km/h der 117 Tonnen schweren Lokomotive konnte auf der Linie nach Bar nicht ausgefahren werden. Mit der durchgehenden Elektrifikation mit 25 kV 50 Hz bis an die Adria wurden die MLW-Lokomotiven durch sechsachsige Elektrolokomotiven JŽ-Baureihe 461 abgelöst. Je hälftig waren die Lokomotiven auf die Depots von Beograd und Titograd aufgeteilt. Heute ist keine Lokomotive mehr betriebstüchtig. Mehrere befinden sich als Ruinen auf dem Netz der serbischen Eisenbahnen ŽS (Foto Sébastien Jacobi).

 

Januar C

TRN BDe 4/4 3 am 13. Oktober 2011 in Le Locle

Im Jahr 1950 wurden die beiden meterspurigen Strecken La Chaux-de-Fonds - Les Ponts de Martel und Le Locle - Les Brenets der Chemins de fer des montagnes neuchâteloises (CMN) mit 1500 Volt Gleichstrom elektrifiziert. Reggiane, TIBB und BBC lieferten die Triebwagen CFe 4/4 1 bis 5 und die Steuerwagen Ct4 11 und 12. Von 1986 bis 1987 modernisierte Ramseyer + Jenzer in Biel die drei Triebwagen BDe 4/4 2, 3 und 5. Dabei erhielten die Fahrzeuge anstelle der Senkfenster Festfenster mit Klappoberlicht, eine neuen Innenausstattung und modernisierte Führerstände. Seit 1. Janaur 1999 heisst die Bahngesellschaft neu Transports régionaux neuchâtelois (TRN). Seit diser Fusion hat der Anstrich schon mehrmals gewechselt. Der BDe 4/4 3 trägt den letzten TRN-Anstrich, der anlässlich der Fusion mit den Neuenburger Verkehrsbetriebe TN sehr grün werden sollte. Die 2011 vorgesehene Fusion wurde aus politischen Gründen verzögert. Bei den BDe 4/4 2 bis 5, die heute noch existieren, handelt sich um die ältetesten in der Schweiz im regelmässigen Personenverkehr eingesetzten Triebwagen. Zwischen Les Brenets und Le Locle kommt nur dieser Fahrzeugtyp mit Jahrgang 1950 zum Einsatz, während ab Les Ponts-de-Martel fast ausschliesslich die modernen BDe 4/4 6 bis 8 verkehren.

 

Februar A

FEVE Diesellok 1403 am 21. September 1982 in Santander

Henschel baute für verschiedene Bahnen schmalspurige Streckendiesellokomotiven. 1964 erhielt die meterspurige Grubenbahn Sierra Menra im Nordosten Spaniens drei und 1966 zwei Diesellokomotiven mit den Nummern 1001 bis 1005. Nach der Schliessung des Schmalspurbahnbetriebes gelangten die Lokomotiven 1973 an die FEVE, die sie in Nordspanien einsetzte. Der ursprüngliche blaue Anstrich mit roter Zierlinie wurde bei der FEVE in blau mit silbrigen Zierlinien abgewandelt. Rasch wurden die Lokomotive in rot und silber umgestrichen. Mitte der achtziger jahre bekamen die fünf bei den FEVE als 1401 bis 1405 bezeichneten Lokomotiven einen Anstrich in grau, rot und orange. Dieser wich Anfang der neunziger Jahre einem Anstrich in weiss mit gelb. Für Güterzuglokomotiven war dieser Anstrich nicht ideal, besonders wenn Kohlezüge befördert wurden. Als erste Lokomotive gelangte die 1404 1992 an die Chemins de fer de Provence wo sie als BB 1200 bezeichnet wurde. Die Brohltalbahn übernahm 1998 die 1405. Die modernisierten Lokomotiven 1401 bis 1403 wurden 2007 nach Argentinien verkauft, wo sie auf Línea Belgrano Sur verkehren. Lokomotiven sehr ähnlicher Bauart findet man in Thailand. Diese Meterspurlokomotiven tragen die Nummern 3001 bis 3027. Zwei Stück gelangten ins afrikanische Togo, wo die Nummern 1101 und 1102 schon nach kurzer Zeit wegen Unfällen ausgemustert wurden. Für die Spurweite von 760 mm baute Henschel zehn Lokomotiven, die als 75.001 bis 75.010 auf der bulgarischen Schmalspurstrecke Septemvri - Dobrinischte fahren.

 

Februar B

SBB RABe 511 007 am 18. Februar 2012 in Wettingen

Mitte 2008 bestellte die SBB bei Stadler 50 sechsteilige Doppelstockzüge für die S-Bahn Zürich. Der Rollout des ersten Fahrzeuges erfolgte am 4. Juni 2010 in Altenrhein. Danach begann die schrittweise Inbetriebnahme dieser sehr komplexen Züge. Seit Anfang 2012 setzt die SBB diese Züge in Zürich ein. Die Züge für die Zürcher S-Bahn sind als RABe 511 001 bis 050. Mit diesen 300 Fahrzeugen werden zusätzliche Angebote gefahren. Für den Einsatz als "Regio-Express" wurde Mitte 2010 eine erste Option von 24 vierteiligen RABe 511 101 bis 124, die 2012/2013 geliefert werden, eingelöst.

 

Februar C

RhB Gm 4/4 241 am 8. Febraur 2012 in Landquart

Die RhB Gm 4/4 241 hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1959 wurde sie von MaK in Kiel an die Zementfabrik in Itzehoe als Lokomotive 8 mit einer Spurweite von 860 mm ausgeliefert. 1967 wurde sie an die Kreisbahn Leer-Aurich-Wittmund verkauft und von Schöma auf 1000 mm umgespurt. Neu hiess sie bei der LAW D 08. Nach zwei Jahren Einsatz wird sie nach einem Schaden an der Antriebsanlage abgestellt. 1971 gelangt sie zur Brohltal-Eisenbahn und heisst neu D 4. Auch hier bewährt sich die Antriebsanlage nicht und es kommt regelmässig bei grösseren Anhängelasten zu Problemen und 1989 zum Verkauf an die Rhätische Bahn. Hier wird die Lokomotive nach einem Neuanstrich und technischen Anpassungen als Gm 4/4 241 in Betrieb gesetzt. Auch hier ist sie wegen dem Antriebsstrang ein Dauergast in der Werkstätte und wurde Mitte der neunziger Jahre defekt abgestellt. Nach einem durchgreifendem Umbau in der eigenen Werkstätte, mit Ersatz des gesamten Antriebstanges, kam die Lokomotive 1999 wieder zum Einsatz. Seither ist sie meistens in Landquart und Untervaz im Rangierdienst anzutreffen. Anlässlich der Modernisierung konnte auch die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h erhöht werden, was die Überfuhrfahrten beschleunigt.

 

März A

TPF Te 2/2 15 am 9. Februar 2012 in Bulle

Die Freiburger Bahnen kauften 1987 bei CFD in Frankreich einen meterspurigen Dieseltraktor. Das Fahrzeug wurde als neu verkauft. Die Gleitlager wie die altmodische Form verrieten jedem Fachmann, dass es sich nicht um einen Neubau, sondern um einen Umbau handelte. Der Antriebsstrang hat einen Mercedes-Dieselmotor und einen hydraulischen Wandler mit drei Gängen. Für das Manöver von Normalspurwagen waren vier elektrische Traktoren (Te 2/2 11, 12 und Te 4/4 13, 14) mit Komponenten, die um die hundert Jahre alt waren, im Einsatz. Die TPF hatten für den Verkehr mit Normalspurwagen nach Broc den Bedarf eines leistungsfähigen Fahrzeuges für den Rangierdienst in Bulle, das beim Verlad und Ablad der Normalspurwagen auf Rollböcke eingesetzt werden konnte. Der Dieseltraktor wurde deshalb nochmals in der eigenen Werkstätte in Bulle Planchy modernisiert und mit einer Drehstromausrüstung versehen. Ab der Fahrleitung wird der Wechselrichter mit 900 Volt Gleichstrom gespiesen. Der nachgeschalte Drehstromindustriemotor treibt den hydraulischen Wandler an. So haben die TPF vermutlich das einzige Triebfahrzeug weltweit, dass ab einer Gleichstromfahrleitung gespiesen wird und ein Wechselrichter einen Drehstrommotor speist, der über eine hydraulischen Wandler die Achsen antreibt. Das umgebaute Fahrzeug ist seit Ende März 2010 wieder in Bulle im Einsatz.

 

März B

Thello 36011 am 10. März 2012 in Paris Gare de Lyon

Seit dem Fahrplanwechsel von Dezember 2011 verkehrt zwischen Paris und Venedig ein privates Nachtzugpaar mit den Nummern 220 und 221. In Italien und der Schweiz wird die Traktion des maximal vierzehn Wagen zählenden Zuges von den Staatsbahnen gestellt. In Frankreich hat Thello bei der SNCF-Mietgesellschaft Akiem drei Lokomotiven des Typs "Astride" mit den Nummern 36007, 36011 und 36015 gemietet. Diese von Alsthom 1998 gelieferten Lokomotiven sind für den Verkehr nach Belgien und Italien ausgelegt und können unter 25 kV 50 Hz, 1,5 und 3 kV Gleichstrom verkehren. Mit diesem Fahrzeug könnte man über den Grenzbahnhof Modane ohne Lokomotivwechsel verkehren. Der Zug fährt aber über die Simplonstrecke. Sie kommen somit nur zwischen Vallorbe und Paris zum Einsatz. Der Fahrplan ist so ausgelegt, dass eine Lokomotive für die Traktion in Frankreich genügt. In Vallorbe besteht genügend Aufenthaltszeit um die Lokomotive wieder verwenden zu können. Eine zweite Lokomotive steht in Paris einsatzbereit und dient dem Rückstellen des Zuges von der nahe gelegenen Wartungsanlage. Ein Zurückschieben des Zuges über wenige Kilometer ist nicht zulässig. Die dritte dient als Reserve erlaubt die fristgerechte Instandhaltung. Der SNCF-Anstrich wurde von Thello kaum verändert. das leicht schräge Band mit dem farbigen Schriftzug findet man auch auf den Reisezugwagen wieder. In Paris Gare de Lyon haben die langen Bahnsteige bis etwa 420 Meter Länge, was die Zuglänge auf vierzehn Wagen begrenzt. Thello ist ein gemeinsames Unternehmen von Trenitalia und Veolia Transdev.

 

März C

PKP ST44-1113 am 27. Mai 2003 in Pruszcz Gdanski

Von 1966 bis 1988 beschafte die polnische Staatsbahn Polskie Koleje Panstwowe (PKP) 1182 Diesellokomotiven mit elektrischer Lesitungsübertragung des Typs M 62 bei der Lokomotivfabrik in Vororshilovgrad. Gleiche Lokomotiven wurden von der ostdeustchen DR, der CSD und MAV beschafft. In Polen haben die allgemein als Taigatrommeln bekannten Lokomotiven den Übernahmen "Gagarin". Neben den Lokomotiven für eine Spurweite von 1435 mm, die ab ST44-001 numeriert sind, gibt es bei den PKP auch 68 Exemplare, die auf der Linia Hutnicza Szerokotorowa (LHS) mit 1520 mm Spurweite von Hrubieszów nach Slawków Poludiowy verkehren sind ab ST44-2001 numeriert.

 

April A

PKP Cargo ST44-1233 am 8. April 2012
in Laskowice Pomorskie

1980 Lieferte die Lokomotivefabrik in Lugansk die ST44-1012 an die polnische Staatsbahn Polskie Koleje Panstwowe (PKP). Im Jahr 2011 erhielt sie bei PESA in Bydgoszcz eine Revision und wurde bei PKP Cargo in ST44-1233 umnumeriert.

 

April B

Rail Polska M62M-007 am 18. April 2012 in Radzionkow

Rail Polska übernimmt von der estnischen Staatsbahn mehrere Einfach- (M62) Doppellokomotiven (2M62). Diese werden anlässlich der Modernisation mit amerikanischen Leistungsübertragungen aus Diesellokomotiven des Typs F40PH ausgerüstet. Deshalb weicht die Lokomotive in vielen Details von den von Lugansk gelieferten Lokomotiven wesentlich ab.

 

April C

Bronislaw Plata M62-3518 am 2. April 2012 in Szcecin Dabie

Der Lokomotivvermieter Bronislaw Plata vermietet seit 2010 die Taiga-Trommel M62-3518 an Kolej Balticka. Die Lokomotive wurde 1979 für die polnische Staatsbahn Polskie Koleje Panstwowe (PKP) von der Lokomotivfabrik in Lugansk mit der Nummer ST44-934 gelieferte. Nach zwanzigjährigem Einsatz wurde sie 1999 an die Prignitzer Eisenbahn verkauft, wo sie die Bezeichnung V 200.07 erhielt. 2004 wurde sie an CTL Logistics weiterverkauft und in ST44-R007 umgezeichnet. 2010 wurde sie vom Lokomotivvermieter übernommen und mit dem Fahrzeugtyp und der Fabriknummer als M62-3518 bezeichnet.

 

Mai A

CJ Ee 936 151 und 153 am 9. Mai 2012 in Bonfol

Am 9 Mai 2012 konnten erstmals zwei durch die CJ-Werkstätte in Tramelan umgebaute ehemalige Rangierlokomotiven Ee 3/3 der Post zusammengekuppelt werden. Die Lokomotiven erhielten bei diesem Umbau die Zugsicherung für Streckeneinsätze und die Steuerung für Mehrfachtraktion und den roten CJ-Anstrich. Die übernommenen Fahrzeuge sind als Ee 936 151 bis 153 bezeichnet.

 

Mai B

 

 

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